BEZIRKE
In den sieben Hamburger Bezirksämtern, in denen rund 7000 Personen arbeiten, werden viele Alltagsthemen bearbeitet: Zu den bekanntesten Aufgaben gehören neben der Ausstellung von Ausweisdokumenten oder Kita-Gutscheinen, auch die Arbeit der Standesämter und Ausländerabteilungen unserer Bezirksämter. Doch auch die Jugendämter sind in bezirklicher Hand und kümmern sich um die Belange von Kindern und Jugendlichen und deren Familien.
Daneben liegen zahlreiche Aufgaben in der Verantwortung der Bezirke, an die man nicht sofort denkt. Die Abteilung „Management des öffentlichen Raums“ kümmert sich z.B. um die Instandhaltung unserer Grünanlagen sowie um die bezirklichen Straßen, während in den bezirklichen Abteilungen für Stadtplanung neue Wohngebiete inklusive neuer Parks geplant werden.
Auch Hygiene- und Lebensmittelkontrollen in Gewerbe und Gastronomie liegen in Verantwortung der bezirklichen Verbraucherschutzämter. Die Gesundheitsämter in den Bezirksämtern führen zum Beispiel die Schuleingangsuntersuchungen durch.
Bezirksämter kümmern sich auch um die soziale Infrastruktur in den Stadtteilen, darunter fallen Aufgaben der Senior*innenarbeit, soziale Einrichtungen oder Einrichtungen der Geflüchtetenhilfe und –unterbringung.
Auch der Sport spielt in den Bezirken eine große Rolle. Die Sportämter sorgen dafür, dass wir trotz knapper Flächen und voller Hallen ausreichend Flächen für den Breitensport zur Verfügung haben.
Die Bezirksversammlungen haben in Hamburg die Aufgabe das Handeln der Verwaltung zu prüfen und anzuregen. In der Bezirkspolitik wird in besonderem Maße der direkte Austausch mit den Bürger*innen gelebt. Bezirkspolitiker*innen haben Mitspracherechte bei Bauvorhaben in den Bezirken.
Als Expert*innen für ihre Stadtteile regen sie Unzähliges anum das Leben vor Ort zu verbessern: sie kümmern sich z.B. um Parkbänke und Fahrradbügel, sie regen beständig Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr in den Quartieren an und entwickeln unsere Grün- und Parkanlagen weiter. Mit ihren bezirklichen Sondermitteln unterstützen sie die vielen kulturellen und sozialen Institutionen in den Bezirken auch finanziell.
Die Bezirksämter sind im Vergleich der Hamburger Behörden in besonderem Maß vom Fach- und Arbeitskräftemangel betroffen. Neue Arbeitsplatzkonzepte, aktive Mitarbeiter*innengewinnung und das Vorantreiben der Digitalisierung sind in diesem Kontext wichtige Maßnahmen.
Wir wollen außerdem die Kompetenzen der Bezirke z.B. in den Bereichen Beteiligung und Verkehrsplanung ausweiten, um den Bedarfen vor Ort angemessen begegnen zu können. Damit Bezirke dieser Aufgabenvielfalt gerecht werden können, bedarf es einer ausreichenden personellen und finanziellen Ausstattung der Bezirksämter.